

Delegiertenversammlungen
Im Berichtsjahr 2025 fanden zwei Delegiertenversammlungen statt.
Delegiertenversammlung vom 13. Juni 2025 in Olten
Auf der Tagesordnung stand neben den übrigen statutarischen Geschäften die Ersatzwahl in den Vorstand. Nach sieben Jahren Mitarbeit im Vorstand (Ressort «Finanzen und Dienstleistungen»), wovon drei Jahre als Vizepräsident, trat Thomas Saxer von seinem Amt zurück. Die Delegierten wählten Gaudenz Lügstenmann, Schulleiter der Musikschule Rapperswil-Jona, einstimmig zu dessen Nachfolger. Mit seiner Erfahrung als Volksschullehrer und langjähriger Dozent an der PH bringt er ideale Voraussetzungen für diese Aufgabe mit.
Weiter informierte der Vorstand über die Arbeit in der SMR-Arbeitsgruppe zu Artikel 67a BV, Absatz 2 (siehe auch unter Nationale Vernetzung - SMR), über den Stand des VMS-Projekts «Sichere Musikschulen» sowie über die Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Jubiläum 50 Jahre VMS.
Delegiertenversammlung vom 21. November 2025 in Bern
Die November-Delegiertenversammlung fand am Tag der VMS-Jubiläumsfeier am frühen Nachmittag im Saal der Paroisse réformée in Bern statt. Auf der Traktandenliste standen die statutarischen Geschäfte sowie unterschiedliche Themen aus dem Verband. Der Vorstand informierte über den Schlussbericht zur Umfrage des BAK und der HSLU zur Umsetzung von Artikel 12a KFG, über den Stand der Arbeiten von VMS und KMHS zum Thema des Lehrpersonenmangels an Musikschulen, über die in der SMR-AG zur Umsetzung von Art. 67a BV, Abs. 2 erfolgten Arbeitsschritte (siehe auch Nationale Vernetzung - SMR) und über die Unzufriedenheit der Laienverbände mit den Vorschlägen des BAK zur Reorganisation der Aus- und Weiterbildung im Programm Jugend und Musik. Weiter wurden der Bericht zur statistischen Umfrage bei den VMS-Musikschulen präsentiert, über das Projekt «Sichere Musikschulen» informiert und Neuigkeiten vom Schweizer Jugendmusikwettbewerb SJMW weitergegeben. Im 2026 wird der VMS erneut einen Good-Practice-Wettbewerb ausschreiben, der am Forum Musikalische Bildung vom 22. und 23. Januar 2027 präsentiert wird.
Zwischentitel
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Austauschtreffen Zentralschweiz
Musikschulen und Hochschulen gemeinsam unterwegs
Am 17. September 2025 trafen sich rund 50 Musikschulleitungen aus der Zentralschweiz zum Austausch an der Musikhochschule Luzern. Der Anlass findet jährlich statt und wird von der Präsidialkonferenz der Zentralschweizer Kantonalverbände und der Hochschule Luzern – Musik verantwortet.
Dieses Jahr stand das Thema «Musikschulen im Wandel – Einflussfaktor Führungskultur?» im Zentrum. Nach dem Impulsreferat von Barbara Josef über «New Work, wie sieht eine Führung der Zukunft aus?» tauschten sich die Teilnehmenden in aktiven Diskussionsrunden über Themen wie Wertschätzung, Partizipation, Verhaltenskultur und Qualität aus. Einstimmig wurde gewünscht, dieses Thema in Austauschformaten vertieft zu diskutieren.
Weiter standen Informationen und neue Entwicklungen von der Hochschule Luzern – Musik in der Aus- und Weiterbildung und Forschung auf dem Programm. Auch der Verband Musikschulen Schweiz informierte über aktuelle Themen.
Conférence romande
Die Conférence romande, die jährliche Zusammenkunft der welschen Musikschulleitenden, fand am 14. März in Yverdon statt. Nach dem Austausch von News aus den verschiedenen Kantonen nahmen die Anwesenden an einem World-Café teil zum Thema «Musique d’Avenir et musiques à venir au sein des Écoles de Musique» (Musik der Zukunft und künftige Musik an den Musikschulen). Folgende Themen wurden diskutiert:
- Ist der individuelle Musikunterricht in der Ära der Lernprogramme zum Verschwinden verurteilt?
- Bis zu welchem Punkt hat eine Musikschule Interesse, sich an die aktuellen Musiktrends anzupassen?
- Kann man weiterhin auf Traditionen aufbauen oder muss man sich einer kunden- und konsumorientierten Ausrichtung öffnen.
Arbeitsgruppen
Teil der internen Vernetzung im VMS sind die Arbeitsgruppen. Die Arbeit an spezifischen Themen wird durch die Mitarbeit von Delegierten und Fachexpert:innen äusserst gewinnbringend unterstützt. Zu gewissen Themen bestehen verbandsübergreifende Arbeitsgruppen. Im Jahr 2025 waren folgende Arbeitsgruppen für den VMS tätig:
Direkte Kommunikation Vorstand-Kantonalverbände
Der VMS-Vorstand pflegt den direkten Kontakt zu den Verantwortlichen in den Kantonen durch die Anwesenheit an Mitgliederversammlungen oder Schulleitungskonferenzen. Bei diesen Anlässen gelangen aktuelle Informationen des VMS-Vorstands direkt an die Musikschulen. Aber auch die Vernetzung mit den Verbandsvorständen, Musikschulleitungen, Kommissionspräsidien und weiteren kantonalen Vertretungen, die gegenseitige Vermittlung der Verbandskulturen sowie die Kenntnis der Situationen in den einzelnen Kantonen sind wichtige Elemente dieser Besuche.
Im Kanton Graubünden fand der erste vom Verband Sing- und Musikschulen Graubünden VSMG organisierte kantonale Musikschultag statt. Alle Musiklehrpersonen, Schulleitungen und Trägerschaften sowie Gäste aus der Politik waren nach Landquart eingeladen. Philippe Krüttli überbrachte als Präsident des VMS ein Grusswort.
Im Kanton Schwyz läuft die Umsetzung des neuen kantonalen Musikschulgesetzes und der Verordnung, in verschiedenen Kantonen hat das Programm Junge Talente Musik Fahrt aufgenommen und im Kanton Waadt sind die Musikschulverantwortlichen besorgt bezüglich der Erneuerung des Rahmenvertrags 2027-2032 mit dem Kanton angesichts der angespannten Finanzlage.
Vorstandsklausur in Genf
Die Vorstandsklausur im September in Genf nahm der Vorstand zum Anlass für einen intensiven Austausch mit Verantwortlichen des Genfer Kantonalverbands. Das Treffen fand im altehrwürdigen Conservatoire populaire de musique, danse et théâtre CPMDT statt. Der Präsident der Confédération des écoles genevoises de musique, rythmique Jaques-Dalcroze, danse et théâtre CEGM, Philippe Régana (Schulleiter des CPMDT), sowie die beiden CEGM-Vertreterinnen Hélène Nicolet (Schulleiterin des Institut Jaques Dalcroze) und Aude Joly (Stv. Schulleiterin CPMDT) erläuterten die Situation der Musikschulen im Kanton Genf und zeigten die Herausforderungen für die CEGM in den nächsten Jahren auf. Weiter tauschten sich die Anwesenden über den Lehrkräftemangel und die Anstellungsbedingungen an den Musikschulen sowie über Aus- und Weiterbildungsfragen aus.


