Editorial
Grusswort von Philippe Krüttli, Präsident des Verbandes Musikschulen Schweiz
Liebe Mitgliedsverbände und Mitgliedsschulen
Liebe Leserinnen und Leser,
Mit einer Mischung aus Freude, Stolz, Demut und Dankbarkeit haben wir im Laufe des Jahres 2025 unser 50-Jahr-Jubiläum gefeiert. Mit der Enthüllung unserer neuen visuellen Identität anlässlich des Forum Musikalische Bildung FMB in Baden wollten wir den Elan und die Begeisterung zum Ausdruck bringen, die uns zu Beginn dieses besonderen Jahres beflügelt hat.
Wir sind uns bewusst, was wir unseren Vorgängerinnen und Vorgängern zu verdanken haben und werden ihr Engagement, gemeinsam mit unseren zahlreichen Partnerverbänden, mit Entschlossenheit und Begeisterung weiterführen.
Jubiläum
Die 100 Stunden Radiosendungen, von Kindern und Jugendlichen konzipiert, realisiert, produziert und präsentiert, die in 18 Kantonen an der Tournee des powerup_radio-Bus der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi Trogen teilgenommen haben, sowie das Engagement zahlreicher Schülerinnen und Schüler unserer Musikschulen, die in diesem Rahmen Live-Musikprogramme präsentiert haben, zeugen von der ausserordentlichen Kraft unserer musikalischen Bildungseinrichtungen.
Die Jubiläumsfeier, die am 21. November im Konsi Bern in Anwesenheit von Bundesrätin Elisabeth Baume Schneider und zahlreichen Gästen stattfand, verdeutlichte die Vielfalt des Musik-schaffens unserer Schulen und den Reichtum der Netzwerke, auf die wir uns in unserer Arbeit stützen.
Aktuelle Projekte
Wir haben im Jahr 2025 an zahlreichen Projekten weitergearbeitet, die uns noch einige Zeit beschäftigen werden, wie beispielsweise der Lehrpersonenmangel an Musikschulen oder die Umsetzung von Artikel 67a Absatz 2 der Bundesverfassung. In allen Fällen arbeiten wir gemeinsam mit unseren Partner:innen an Lösungen, die einen Zugang zu qualitativ hochwertigem Musikunterricht unter Wahrung der Chancengleichheit und Inklusion ermöglichen.
Statistische Erhebung
Die im Jahr 2025 veröffentlichte Fünfjahresstatistik lieferte erneut wichtige Erkenntnisse, die uns erlauben, in unserem vielfältigen föderalistischen System Vergleiche anzustellen. Manchmal liefern diese Vergleiche erfreuliche Resultate, in einigen Fällen stimmen sie jedoch auch nachdenklich. Ein solches Instrument liefert allen, die sich für eine gerechtere Gesellschaft einsetzen, Argumente für politische Debatten – wie im Übrigen auch der vom Bund in Auftrag gegebene Bericht über die Umsetzung von Artikel 12a des Kulturfördergesetzes KFG.
Dank
Die Arbeit, die wir gemeinsam mit Ihnen allen, unseren institutionellen und politischen Partnern, den kantonalen Verbänden sowie den Lehrpersonen und Leitungen unserer Musikschulen leisten, ist ein langfristiges Engagement, das von einem starken Ideal der Gleichheit und sozialen Gerechtigkeit getragen wird.
Mein Dank gilt meinen Kolleginnen und Kollegen im Vorstand sowie dem Administrations- und Kommunikationsteam des VMS. Dank ihnen ist es möglich, wie Albert Camus sagte, «sich Sisyphos glücklich vorzustellen».

